MARTIN LÖW


 

Statement

“Die Malerei soll ihre Elemente - Farbe und Linie - ebenso gebrauchen wie die Musik die Töne.“ (Kandinsky)

Malerei ist in erster Linie ein Medium zur Kommunikation mit anderen Menschen, ähnlich wie Musik. Oft sind meine Bilder sehr emotional und haben für mich eine konkrete Bedeutung. Diese transportierte Stimmung der Malerei wirkt durch ihre äußere Form hindurch und bestenfalls anregend, herausfordernd oder inspirierend auf den Betrachter. Es spielt dabei keine Rolle, welche Geschichte ich gerade in Farben erzähle, denn jeder Mensch kann eigene Erfahrungen und Assoziationen zu meinen Bildern aufbauen.
Die Beschränkung auf eine reine Farbfeldmalerei macht es nötig, dass ich mich auch mit bestimmten formalen Aspekten beschäftige. Ich setze dabei auf das Vermögen der Farbe, durch verschiedene Kontraste Raumwirkung und Ausdruck zu erzeugen. Die Intensität, die durch das Wechselspiel der Farben entsteht, kombiniere ich mit einer offenen, rhythmischen Anordnung. Auch die Oberflächentextur ist von Bedeutung, denn es entstehen taktile Unebenheiten durch den Farbauftrag mit Pinsel oder Spachtel. An manchen Stellen ist das Gewebe der Leinwand zu sehen, das mit seiner Stofflichkeit und Farbe ein Teil des Bildganzen wird. Ich bevorzuge in letzter Zeit Ölfarbe, die aufgrund ihrer Konsistenz der Malerei mehr „Körper“ und Materialität verleiht.